x
Frieslandstern 2016

Im September, anläßlich einer Feier des örtlichen Reitvereins, erzählte mir eine gute Bekannte, dass sie und ihre Familie sich im Herbst einen lang gehegten Wunsch erfüllen – einen Strandritt mit Friesen.
Ich erwiderte dann, ‚Ah, habt ihr ein Wochenende bei Ute (Eden) im Frieslandstern gebucht?‘
Sie war im ersten Moment etwas verduzt, aber nachdem ich ihr erklärte das die Friesenwelt doch recht überschaubar ist, war ihr klar wieso ich ‚wußte‘ wo sie hinfuhren.

Sie fragte dann, ob ich nicht auch Lust hätte an dem WE dorthin zu fahren…
Nachtigall ick hör dir trapsen 😉

Da ich bis dato dieses Jahr allerdings bislang noch nicht bei Ute war, war ich diesem Vorschlag nicht ganz abgeneigt.
Ich sagte ihr noch, dass sie eines auf jeden Fall vergessen könne, nämlich ‚Wir wollen einmal am Strand…‘, denn: einmal Frieslandstern, immer Frieslandstern…
Sie winkte lachend ab, ich dachte nur: ‚Abwarten, liebe Margit‘.

Margit, so der Name der Bekannten, hegte bei dem Vorschlag das ich doch auch dahin fahren könne die Hoffnung ein paar schöne Fotos von dem Ritt, insbesondere im Watt, zu bekommen.
Ich dämpfte ihre Hoffnung allerdings ein wenig, denn je nach Tiedenhub sind die Pferde Erfahrungsgemäß so weit draußen, dass ich als Fußgänger niemals nah genug rankomme. Fotos am Strand oder in den Dünen stellen hingegen kein Problem dar, sagte ich ihr.

Irgendwann war es dann soweit, es ging an die Nordsee. Ich sammelte unterwegs noch einen Freund auf und kurz vor dem Emsland trafen wir uns dann kurz auf einem Parkplatz, setzten die weitere Fahrt aber getrennt fort.
Wir kamen dann gegen 14 Uhr an und nach dem erkunden der näheren Umgebung und anschließendem Abendessen wurde es Ernst für Margit, Mann Marcus und Tochter Sina – der Probereitstunde in der Utes Mann Gerd entscheidet wer, bzw. ob überhaupt, mit welchem Pferd ins Watt darf.
Das Marcus nicht hoch zu Pferde ins Watt gehen würde wußte er da allerdings noch nicht.

Gerd überlegte nämlich schon die ganze Zeit ‚wie er mich und meinen Freund ins Watt bekäme‘. Marcus hat das Fahrabzeichen und reitet zu Hause eher selten, sondern fährt Kutsche. Von Margit wußte ich, dass er wohl insgeheim auch gerne mal mit der Kutsche ins Watt fahren würde, verständlich wann und wo ergibt sich diese Gelegenheit einmal.
Dies erzählte ich Gerd und es ging ein Strahlen über sein Gesicht – somit war beschlossen das Marcus einen Friesenzweispänner lenken würde sofern er mit den beiden zurecht käme.

Als er von seinem Friesen abstieg eröffnete Gerd ihm diese Idee und wie ‚erwartet‘, fand Marcus diesen Vorschlag sehr gut.

Am nächsten morgen wurden also die zwei Friesen eingespannt, Gerd drehte mit Marcus (der Beifahrer war) zwei Runden über das Gelände und übergab ihm dann die Zügel und dann ging es auch schon los.
Somit ging es mit zwei fremden Pferden – erwähnte ich bereits das Marcus sonst nur Einspännig fährt? – in für Mittelgebirgler total ungewohntes Terrain.
Der anfängliche Regen wich schnell strahlendem Sonnenschein und so ging es munter über Stock und Stein bzw. Muschel 😉
Tastete er sich Samstags noch ein wenig ran, ging es Sonntags umso rasanter zur Sache, im Galopp statt Trab durch den Pril, aber auch im Watt durften die zwei Schwarzen zeigen, dass sie mit Kutsche nur unwesentlich langsamer sind als die Reiter…

Abends saß man natürlich mit dem Rest der Gruppe zusammen und hielt ein wenig Klönschnack, schaute sich die Fotos an und eliminerte den einen oder anderen ‚Friesengeist‘.

Als wir dann Sonntag mittag auscheckten, buchte Marcus direkt das gleiche WE für 2017. 😉
Tja, wie gesagt liebe Margit; Frieslandstern macht süchtig…

Nunja, auch ich sowie mein bester Freund haben das WE wieder gebucht, aus dem Reitstall fahren noch zwei Personen mit und zudem ein paar Reitkollegen von Margit und Marcus…

Frieslandstern 2017, wir kommen!!

Leave a reply