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Diverses
Dies ist das Sammelsurium rund um den Friesen.
Hier ist alles vertreten, was in den anderen Rubriken unberücksichtigt blieb.
Friesen in der Werbung:
Printwerbung der Zigarettenmarke West-Lights im Mai 1999
Danke an Margit L. für das Bild :-))
Der Friese in seiner natürlichen Umgebung, der Wüste... ;-)
Printwerbung “Effol” Hufpflege
Printwerbung “Böckmann” Pferdeanhänger
Parfum-Fernsehwerbung “Nemo” von Cacharel, dort galoppiert ein Friese durch die City. Der Hinweis stammt von Tanja H., ich habe aber auch einen Hinweis bekommen, dass es sich evtl. um einen schwarzen Andalusier handeln könnte.
Auf dem Loesdau-Katalog von 2001 ist ein Friese auf dem Titelbild.
Printwerbung des Waffenherstellers “Sauer” in der DJZ 11/2002
In der neuen Fernsehwerbung (2008) von Jever Pils sind zwei Friesen zu sehen.
Friesen in Filmen und ähnliches:
Musikvideo von Shania Twain, “That don´t impress me much”
Musikvideo “foolish games” von Jewel, (danke an Karo)
Auf dem Cover der CD “Rockinghorse” von Alannah Miles sind etliche Bilder eines Friesen (ebenfalls von Karo)
Auf dem Cover des “Best of” Albums von Missy Elliott “Respect M.E.” sitzt sie auf einem Friesen.
Auf dem Cover des Nightwish Albums “Tales from the Elvenpath” ist ein schwarzes Pferd, ob es jetzt in der Tat einen Friesen darstellt entzieht sich meinem Wissen.
In dem Musikvideo “Prinzesschen” von “LaFee” taucht ein Friese als schwarzes Einhorn auf.
In dem Musikvideo “L.E.S Artistes” von Santogold sitzt Santogold auf einem Friesen. http://www.youtube.com/watch?v=kCeZzW54a2o. Die Interpretin nannte sich vorher Santigold, musste den Namen aber nach einem verlorenen Rechtsstreit in Santogold abändern.
Der bekannteste Film mit einem Friesen ist wohl “Ladyhawke” (Tag des Falken), mit Rutger Hauer und Michelle Pfeiffer.
Rutger Hauer mit “Goliath”, richtiger Name “Othello”
Mathew Broderick mit Rutger Hauer
“Zorro” mit Antonio Banderras, dort hat man dem Friesen den Kötenbehang abgeschnitten, ist nicht sofort als Friese erkennbar.
Auch das Pferd aus dem zweiten Teil ist ein Friese; Tornado, ein Thomas-Sohn.

“Last Action Hero” mit Arnold Schwarzenegger
Der Name des Pferdes ist (war?) Arno. Er wurde 1989 von Günther Fröhlich, der damals noch im Reitstall Hubertus in Krefeld war, in die USA verkauft. Arno wurde vorher einige Monate in diesem Stall ausgebildet und auch auf der Equitana '89 vorgestellt. Arno war ein auffallend temperamentvoller Friese mit sehr langem Behang. Witzig ist, dass ausgerechnet ein Friese mit Namen Arno von Superstar Arnie geritten wird! Danke an Nina für diese neuen Infos
“Tall Tales” mit Patrick Swayze
“Bedazzled” (2000), ”Teuflisch” mit Elizabeth Hurley, dort hat der F.P.S. Hengst Wander 352 einen Kurzauftritt
“Highlander - Die Serie”, in manchen Episoden taucht ein Friese auf
“Der Mann mit der eisernen Maske”, dort tauchen Friesen als Kutschpferde auf
“Sinn und Sinnlichkeit”, auch dort wird der Friese als Kutschpferd benutzt
“Shakespeare in Love”, ebenfalls als Fahrpferde
“Sindbad” (Serie), in manchen Episoden wurden Friesen als Reit- und Fahrpferde benutzt. Dies ist ein “Screenshot” aus der Serie, den mir Ursula H. schickte. Von ihr habe ich auch die Info, dass die Schauspielerin, die dort auf dem Bild zu sehen ist, Jacqueline Collen-Tarrolly, selbst Friesen und auch eine Farm besitzt. Der Friese hört auf den Namen Arno.
“Sleepy Hollow”, der kopflose Reiter ist auf einem Friesen “unterwegs” Vielen Dank an Doris Matheußer für die Zusendung der Bilder.
“Der Prinz und der Prügelknabe” (Danke an Friesen-Manne)
"Der kleine Vampir" Dort werden zwei Kutschen von Friesen gezogen (Danke an Nina)
“Die verlorene Welt” (Serie) In der Folge “Drachentöter” spielt ein Friese mit.
“Almost forgotten”, ein kleiner Film, der aus einer Initiative gegen Gewalt an Frauen und Kindern entstand. Er entstand unter Mitwirkung von Jacqueline Collen-Tarrolly zusammen mit ihren zwei Friesen “Gothica” und “Pagan”
“Der Graf von Monte Christo” mit Gerard Depardieu, dort sind Friesen als Kutschpferde im Bild. (Danke an C. Gruenhage)
“Skorpion King”, in diesem Kinofilm reitet einer der Krieger auf einem Friesen. (Danke an C. Gruenhage)
“Black Knight”
Youtube: Black Knight (Ritter Jamal), clip 1-- The Horse (A Friesian)
“Amsterdamned” / “Verfluchtes Amsterdam” mit Huub Stapel, kurzer Auftritt eines Friesen als Polizeipferd bei einer Verfolgungsjagd
Bei den Störtebeker-Festspielen 2004 reitet der Hauptdarsteller einen Friesenhengst namens “Ludsen”.
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“Alexander”, der wohl bisher bekannteste Film des neuen Jahrhunderts mit einem Friesen.
“Die Besucher” (Les Visiteurs), dort reitet Jean Reno auf einem Friesen, hier ein Youtube-Link.
“Asterix bei den Olympischen Spielen”, dort reitet Brutus bei seinem ersten Besuch in Athen einen Friesen und fällt beim absteigen von ebendiesem herunter.
“300” geritten von einem Perser
“Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia”, dort wird ein Friese von einem kleinen Mädchen auf der Suche nach dem Löwen Aslan geritten.
“Notting Hill” mit Hugh Grant und Julia Roberts als Kutschpferde.
Smallville”, in der Folge “Veritas”, Staffel 7 Folge 15 sind als Kara die Pferde füttert, ganz zu Beginn 2 Friesen zu sehen.
“Eragon”, dort reitet Brom einen Friesen.
In dem Dänischen Jungendfilm “Zafir” spielt ein Friese eine wichtige Rolle.
In der Verfilmung des Otfried Preußler Buches “Krabat” sind, soweit man es erkennen kann, 6 Friesen vor der Kutsche des Gevatters eingespannt.
Dieses Foto vom Set zeigt zwei der Pferde mit den Tiertrainern.
In dem Film “Color of Magic - Die Reise des Zauberers”, dem die “Scheibenwelten” Romane als Vorlage dienen, flieht der Tourist ‘Zweiblum’ mit einem Friesen, nachdem durch seine Schuld die Stadt Ankh-Morpork in Schutt und Asche liegt.

In dem Live-Spektakel “Ben Hur - Das legendäre Wagenrennen” sind etliche Friesen ’im Rennen’.
“The Suite Life of Zack and Cody” In der Folge “Going to Hollywood Teil 2” versuchen sich London und Maddie als Schauspielerinnen, werden mit Stuntfrauen verwechselt und lernen so das rauhe Filmleben kennen, wozu auch ein Zusammentreffen mit einem Friesen gehört.


Inspiriert von dieser Seite “Diverses” hat Gabriela Bohmann in mühevoller Kleinarbeit zwei Filme zusammengeschnitten, die Friesen in den verschiedensten Filmen zeigen.
Hier die Youtube Links. BLACK PEARLS (Friesian horses on the screen -part 1)
Für die Zusendung von Bildern und Informationen geht mein Dank an folgende Besucher: Martin Bethe, Sandra Gabriel, Carina Klinger, Doris Matheußer. Carola Volkwein und Sabrina Weiß.
Bekannte Persönlichkeiten, die einen Friesen besitzen:
. Veronica Ferres (Superweib) Ihr Pferd “Groucho” mußte Anfang Juni 2003 25-jährig leider eingeschläfert werden.
Hermann Giefer (Forsthaus Falkenau, Der Bergdoktor), siehe separaten Link
Uwe Rahn, ehemaliger Fußball-Nationalspieler
Arnold Schwarzenegger
Rutger Hauer

Diesen Friesen bekam Rutger Hauer geschenkt, weil er mit dem Film “Ladyhawke” den Friesen in Amerika bekannt gemacht hat. Er hat ihn von Amerika aus zu sich nach Hause in Holland mitgenommen.
Vorurteile über Friesen:
Friesen sind Kaltblüter...
Friesen können nicht springen...
Friesen können nur galoppieren, weil Warmblut eingekreuzt wurde...(!)
Friesen sind doch Zirkuspferde...
Friesen kann man doch nicht reiten...
Friesen stolpern nur im Gelände...
Friesen sehen nur schön aus, beim kleinsten Berg machen die schon schlapp... (die letzten vier habe ich in einem Friesenforum gefunden)
Sonstiges:
Die Firma “Vobis” hat auf ihren “Highscreen” PC´s in ihrem Logo einen Friesen. Erst war das Quadrat grün und nach einer fast zweijährigen Pause ohne Logo, ist es seit neuestem (2000) wieder auf den PC´s zu finden. Diesmal ist das Quadrat rot.
Der Friesen - Wallach “Arco” ist Gangpferd des Jahres 2000
Mit Ihrer Liebe zu den Friesen steckte die Übersetzerin Bärbel Schnell die amerikanische Schriftstellerin Diana Gabaldon (Highland Saga; Feuer und Stein, Die geliehene Zeit, Ferne Ufer, Der Ruf der Trommeln), bei einem Treffen so an, das der Romanheld in seinem fünften Teil auf einem Friesen reitet.

Der Schauspieler Wolfgang Fierek fuhr gegen einen der Akteure des Zauberwaldes ein Rennen mit einem Friesen. Die Belohnung seines Sieges war der freie Eintritt für die Kinder eines Jugendheimes in das Pferde-Musical “Goa”.

Dieses Bild entstand Pfingsten 2001 auf dem Barockpferdetag in Neu-Anspach / Taunus.Dieser Friese ist eines der Pferde einer französischen Stuntreitergruppe, die dort eine “Berber-Stuntshow” vorführten.
Kurioses:
Dies ist ein Geschenk für einen Friesenliebhaber, der schon (fast)alles rund um den Friesen hat. ;-)
Bilder, Zeichnungen:

Dieses Bild stammt von Kerstin Schacht, es entstand mit Corel. Vielleicht hat ja auch einer von Ihnen solch selbstgemachte Friesenbilder, z. B. Collagen, Zeichnungen, etc.? Über die Zusendung dieser Exponate würde ich mich freuen und sie auf der Seite “Kunst” veröffentlichen.
Wer zu einem der angesprochenen Themen noch den einen oder anderen Schnipsel hat oder weitere Informationen über prominente Friesenbesitzer (vielleicht sogar mit Foto), möge sich bitte melden.
Nach dem Tod eines Pferdes wird in Foren sehr oft nach den folgenden Gedichten gefragt.
Don't Cry for the Horses
By Brenda Riley-Seymore
Don't cry for the horses That life has set free A million white horses Forever to be
Don't cry for the horses Now in God's hands As they dance and they prance To a heavenly band
They were ours as a gift But never to keep As they close their eyes Forever to sleep
Their spirits unbound On silver wings they fly A million white horses Against the blue sky
Look up into heaven You'll see them above The horses we lost The horses we loved
Manes and tails flowing They Gallop through time They were never yours They were never mine
Don't cry for the horses They will be back someday When our time has come They will show us the way
On silver wings they will lift us To the warmth of the sun When our life is over And eternity has begun
We will jump the sun And dance over the moon A Ballet of horses and riders on the winds to a heavenly tune
Do you hear that soft nicker Close to your ear? Don't cry for the horses Love the ones that are here
Don't cry for the horses Lift up your sad eyes Can't you see them As they fly by?
A million white horses Free from hunger and pain Their spirits set free Until we ride again
Rainbow Bridge
There is a bridge connecting heaven and earth. It is called the rainbow bridge because of its many colors. Just this side of the rainbow bridge there is a land of meadows, hills and valleys with lush green grass.
Whenever a beloved pet dies, that pet goes to the rainbow bridge. There is always food and water and warm spring weather so all our special friends can run and play together. All the animals who had become ill and old are restored to health and vigor; those who are hurt or maimed are made whole and strong again, just as we remember them in our dreams of days and times gone by.
There is only one thing missing. They are not with their special person who loved them on earth and who had to be left behind.
They all run and play together, but the day comes when one suddenly stops playing and looks up. The nose twitches, the ears come up, the bright eyes are intent, the body quivers. Then this one suddenly runs from the group, flying over the green grass, his legs carrying him faster and faster.
YOU have been spotted, and when you and your special friend finally meet, you cling together in joyous reunion, never to be parted again. The happy kisses rain upon your face; your hands caress the beloved head and you look once more into the trusting eyes of your friend, so long gone from your life but never absent from your heart.
Then you cross the Rainbow Bridge together...never again to be separated.
Regenbogenbrücke
An einer Stelle in der Ewigkeit gibt es einen Platz, den man Regenbogenbrücke nennt.
Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemanden zusammengelebt hat, begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke. Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde, damit sie laufen und zusammen spielen können. Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein, und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden. Alle Tiere, die einmal krank und alt waren, sind wiederhergestellt - gesund und vital. Die, die verletzt oder schwach waren, sind wieder heil und stark, so, wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern, wenn die Zeit vergeht.
Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einer Kleinigkeit: sie vermissen jemand Bestimmten, jemanden, den sie zurückgelassen haben.
Sie laufen und spielen, aber der Tag kommt, an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam, der Körper ist unruhig. Plötzlich trennt es sich von der Gruppe, fliegt förmlich über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und schneller. Noch bist DU ein Punkt in der Unendlichkeit, doch wenn du und dein Freund sich endlich treffen, gibt es nur noch Wiedersehensfreude, die nicht enden will. Die glücklichen Küsse regnen über dein Gesicht, deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf, und du siehst einmal mehr in die treuen Augen deines Tieres, die du lange nicht mehr gesehen, die du aber niemals aus deinem Herzen gelassen hast.
Dann geht ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.
Der Herr der Pferde
Für jedes Pferd steht im Paradies ein große Truhe mit tausend goldenen Perlen. Behandeln die Menschen das Pferd auf der Erde gut, wird bei jeder Wohltat eine Perle herausgenommen. Wenn das Pferd gestorben ist und auf die ewige Weide kommt, zählt der Herr der Pferde die übriggebliebenen Perlen. Wer bei den Menschen Schlimmes erlebt hat, wird dann für die schlechte Erdenzeit entschädigt.
Eine schöne Holsteiner Schimmelstute kam eines Nachmittags am Gatter des Paradieses an. „Deine Truhe ist fast leer”, sagte der Herr der Pferde, „du musst ein gutes Leben gehabt haben.” Die Stute nickte bedächtig. “Meine Besitzer haben alles für mich getan. Als ich Probleme mit den Hufen bekam, haben sie mich auf die Weide gestellt, damit meine Beine geschont wurden. Sie haben dafür gesorgt, dass ich jeden Tag laufen und toben konnte, und so wurde ich mit ihnen zusammen sehr alt. Und als die Stunde des Abschieds gekommen war, sind sie bis zur letzten Minute an meiner Seite geblieben.” Die Stute schwieg einen Moment. „Ja, ich habe es sehr gut gehabt da unten.”
„Such dir eine Weide aus”, schlug der Herr der Pferde vor. „Ich brauche keine große Wiese”, entgegnete die Stute, „gib die großen Weiden meinen Kollegen, die auf der Erde nicht so viele gute Tage gesehen haben.”
Als nächstes stand ein großer Friesenwallach vor dem Paradies-Gatter. Auch er war sehr, sehr alt. So alt, dass seine schwarze Mähne grau geworden war, was man nur ganz selten sieht. „Auch bei dir finde ich nur noch wenige Perlen in der Truhe”, sagte der Herr der Pferde. „Ich habe es sehr gut gehabt”, sagte der Friese. „All die Jahre bin ich mit Liebe umsorgt worden. Und als die Stunde des Abschieds kam, ist mein Mensch bis zur letzten Minute an meiner Seite geblieben.”
Dann kamen zwei braune Schulpferde angetrabt. „Wie ist es euch ergangen in der Reitschule?”, fragte der Herr der Pferde. „Ich wundere mich, dass ich in eurer Truhe nur noch wenige Perlen sehe.” „Das muss dich nicht wundern”, sagten die Schulpferde, „unser Stallbesitzer hat uns helle Boxen bauen lassen, statt sich ein neues Auto zu kaufen. Weil wir bessere Trensen brauchten, hat er sogar auf den Urlaub verzichtet.”
„Gab es denn nie Reitschüler, die hässlich zu euch waren?” - „Manchmal schon”, gaben die Schulpferde zu. „Aber die Liebe der Kinder hat uns immer wieder Mut gemacht.” Die Braunen sahen den Herrn der Pferde an und sagten: „Wir haben es wirklich gut gehabt da unten. Und als die Stunde des Abschieds kam, hat uns der Stallbesitzer auf unserem letzten Weg begleitet.”
Ein zierlicher, schwarzer Traberwallach kam jetzt auf das Paradies zu, kaum älter als vier Jahre. Sein Fell glänzte wie Seide, aber seine Augen waren müde und ohne Glanz.
„Warum bist du hier, mein Freund?”, fragte der Herr der Pferde. „Du bist noch zu jung zum Sterben.” „Ich war keine gute Geldanlage”, antwortete der Traber. „Auf der Trabrennbahn war ich zu langsam. Sosehr ich mich anstrengte, ich konnte nicht schneller laufen. Mein Besitzer sagte, ich sei zu teuer zum Durchfüttern und hat mich zum Schlachter bringen lassen.” Der Herr der Pferde öffnete die Truhe des Trabers und fand sie noch fast gefüllt bis zum Rand. „Das muss ein trauriges Leben gewesen sein”, sagte er, „hast du nicht einmal eine schöne Kindheit gehabt?” „Kindheit - was für ein wundervolles Wort”, sagte der Traber versonnen. „Was bedeutet es?” „Kindheit”, sagte der Herr der Pferde, „das heißt mit anderen Fohlen über Wiesen galoppieren, im Spiel die Kräfte messen, sich wälzen und in Seen baden, seinen Platz in der Herde suchen und Freunde finden. Man lässt doch die Pferde drei Jahre lang Kind sein, bevor die Arbeit beginnt. Hast du das nicht erlebt?” „Nein”, sagte der Traber, “für mich fing das Training mit einem Jahr an. Sie haben mir den Kopf mit Lederriemen zurückgezogen und die Zunge festgebunden, damit ich nicht galoppieren konnte. Als ich zu langsam war, haben sie mich mit Peitschen aus Stacheldraht geschlagen.” „Warum tun sie das?”, fragte der Herr der Pferde zornig. „Man kann viel Geld mit Wetten auf der Trabrennbahn verdienen”, sagte der Traber, „mit einem schellen Traber kann man reich werden. Ich war leider ein schlechtes Geschäft.”
Da führte der Herr der Pferde den kleinen Traber auf die große Paradiesweide mit Seen, die gefüllt war mit schimmerndem Himmelstaub, mit Plätzen aus goldenem Sand zum Wälzen und endlosen Wiesen zum Galoppieren. Alle Traber und die anderen Pferde, die von ihren Besitzern als Sportgerät missbraucht worden waren, vergnügten sich darauf. Fasziniert blieb der Traber stehen. „Ist das Kindheit?”, fragte er entzückt. „Lauf los und genieße sie”, sagte der Vater der Pferde.
Er war voller Empörung über die Menschen, aber es kam noch schlimmer. Ein polnisches Schlachtpferd schleppte sich auf das Paradies zu, ein Bild des Jammers. Ein gebrochenes Bein hing schlaff herab, Blut sickerte aus vielen Wunden im Gesicht und an der Schulter. Das Maul war grausam geschwollen, weil das Pferd sich im Pferdetransporter halb wahnsinnig vor Durst die Zunge an den Wänden wund geleckt hatte. Als der Herr die Truhe des Schlachtpferdes öffnete, fehlte nicht eine einzige Perle. „Wer hat es zugelassen, dass man dich so quält?”, fragte er erzürnt. „Die Politiker”, antwortete das Schlachtpferd mit matter Stimme. „Sie könnten die Gesetze ändern, aber es interessiert sie nicht. Es geht nur ums Geld. Man verdient viel mehr, wenn man Pferde von Polen zum Schlachten bis nach Südfrankreich oder Italien bringt.” Der Herr der Pferde führte das Schlachtpferd auf seine größte und schönste Weide mit klaren, frischen Wasserquellen und Kräutern, die jede Wunde heilen. „Was ist das für ein prächtiger, goldener Ball über der Weide?”, wollte das Schlachtpferd wissen. „Das ist die Sonne. Kennst du sie nicht?” „Nein. Aber ich habe die Menschen davon reden hören”, sagte das Schlachtpferd glücklich und ging zu den Quellen, um seinen Durst zu löschen. Da versammelten sich die Privat- und Schulpferde, die es gut gehabt hatten auf der Erde, und sagten zum Herrn der Pferde: „Es ist gut, dass unsere armen Freunde es hier so paradiesisch haben. Aber kommen ihre Peiniger ungeschoren davon?” “Sie bekommen ihre gerechte Strafe.” „Welche?”, wollten die Pferde wissen. „Sie müssen als Pferd zurück auf die Erde. Dort haben sie das Gleiche zu erdulden wie die Tiere, die sie gepeinigt haben.” Der Herr der Pferde winkte ihnen, ihm zu folgen. Sie gingen lange Zeit über einen schmalen Pfad, bis sie an einen großen Platz gelangten, auf dem eine gewaltige Waage aufgebaut war. Jeder Mensch wurde vor diese Waage gerufen, und es wurden zwei Fragen gestellt. Ein Rennstallbesitzer stand gerade vor dem höchsten Gericht. „Wer hat etwas Gutes über ihn zu berichten?”, hieß die erste Frage. Es fanden sich einige, die auf der Trabrennbahn gewonnen hatten, die mit ihm gemeinsame Sache gemacht hatten, und sein Kampfhund, der von ihm gut behandelt worden war. Dann kam die zweite Frage: „Wer von den Trabern hat etwas gegen ihn vorzubringen?” Da galoppierten alle seine Traber heran. Die, die hohe Preise gewonnen hatten und die, die er zum Schlachter geschickt hatte. „Was habt ihr ihm vorzuwerfen?”, fragte der Richter. „Er hat uns die Kindheit gestohlen”, klagten die Traber. Sie stiegen auf die andere Waagschale und drückten sie mit ihrem Gewicht ganz nach unten.
Danach sahen die Pferde einen Politiker vor dem Gericht. Er fand eine ganze Anzahl von Menschen, die für ihn aussagten. „Er wird sich geschickt herausreden - wie auf der Erde”, befürchteten die Pferde, „da sind viele, die er mit Geld bestochen hat und die ihm wichtige Posten zu verdanken haben. Mindestens fünfzig Menschen. Wer wird gegen ihn aussagen?” „Fünfzigtausend Schlachtpferde”, sagte der Herr der Pferde, „er wird keine Chance haben...”
Dieses Plakat wurde von einem meiner Bilder erstellt für ein Friesenfest. Es ist der FPZV-Deckhengst Gosse, der durch ein Senffeld galoppiert. Es wäre auch fast das Titelbild der Reiter-Revue 05/2003 geworden, leider ist dies ein Ausschnitt aus einem digitalen Querformatfoto. So konnte es leider nicht mehr auf die erforderliche Größe von 28 x 21 cm vergrößert werden, da es sonst zu pixelig geworden wäre.
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