Die Schwarzen Perlen Frieslands

Das Friesenpferd im Zeitalter der Industrialisierung

 

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde in den herrschaftlichen Häusern immer weniger geritten, dafür um so mehr in eleganten, leichten Kutschen gefahren. Dafür brauchte man die geeigneten Pferde. Dies waren vor allem dänische Pferde. Aber auch der Friese zählte zu den bevorzugten Rassen, denn er war bekannt als flotte Traber. Der Trabrennsport war zu dieser Zeit Trendsportart, wie man heute sagt, und wurde in den Niederlanden zu einem echten Volkssport. Auch heute noch gibt es viele Veranstaltungen dieser Art. Der Friese ist auch Mitbegründer der Rasse der Orlowtraber.

Irgendwann nach 1800 wurde die Zucht der reinen friesischen Pferde vernachlässigt, denn sie waren aus der Mode geraten. „In” war der Oldenburger-Ostfriesische Typ, heute noch als Alt-Oldenburger bekannt. Auch auf diese Rasse nahm der Friese Einfluss. Im Ausland wurde das Friesenpferd noch des öfteren positiv erwähnt, aber in den Niederlanden konnten die Züchter dem Pferd nur noch wenig abgewinnen.

Seine Zeit war ihrer Meinung nach einfach abgelaufen.

Unter anderem wurde bemängelt, sie seien zu groß, die Hufe für das Pflaster nicht geeignet (zu flach) etc. Es bestand zwar nach wie vor ein großer Bedarf an Pferden, das Auto gab es ja noch nicht, aber die Friesenzucht konnte daraus keinen Profit schlagen. Da man auch zu dieser Zeit dem Geld nicht abgeneigt war, waren etliche der besten Zuchthengste für viel Geld ins Ausland verkauft worden.
 

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