Die Schwarzen Perlen Frieslands

Stammbesucher

 

Ich habe mich entschlossen, mit dieser Seite den Stammgästen meiner Homepage die Möglichkeit zu geben, sich und Ihre Pferde vorzustellen.
Dies müssen selbstverständlich keine Friesen sein. Darum auch die eigene Seite unter der Rubrik “Über Mich”.

Für die Besitzer von Friesen, die sich und Ihr Pferd hier verewigen möchten, besteht auch die Möglichkeit, dass diese Bilder auf anderen Seiten dieser HP miteingebunden werden.
Ein Beispiel sehen Sie auf der Seite “Heute”

Das erste Pferd mit seiner “Besitzerin” auf dieser Seite ist:
Flanell III und Michaela Sollanek

Dies ist der 14-jährige Trakehner Flanell. Er “gehört” (Reitbeteiligung) Michaela Sollanek, die aus dem schönen Sachsenland kommt. Sie reitet ihn seit 10 Jahren im englischen Stil. Da er nach ihrer Aussage ein Kasper ist, verzichtet sie auf eine Teilnahme an Dressurturnieren. Es sei denn, sie würde für die diversen Showeinlagen dort bezahlt... ;-)))
Was er nicht mag, ist die Halle. Dort kann man nämlich nicht sehen, wo die vielen Geräusche herkommen...
Sein Hobby ist übrigens fressen.

Morgens halb zehn in Deutschland: “Wie, du isst dein Knoppers alleine??”

Ausnahmsweise mal in der Halle ;-))

Hier nun etwas Neues über und von Michaela :-)

Ich reite jetzt seit fast einem halben Jahr einen schönen braunen Wallach. Um den wollte sich in unserem Stall keiner kümmern, weil er selbst beim Longieren nur gestiegen ist. Auch die ersten Reitversuche waren mehr Steigversuche. Nun habe ich ihn, mit Hilfe meines Trainers, aber soweit, dass er seit einem Vierteljahr nicht mal mehr einen Versuch macht zu steigen. Das war wirklich nicht einfach, da er immer gestiegen ist, wenn ich antraben wollte. Und ich kann das Pferd doch nicht ständig im Schritt reiten. :o)
Ich habe mich so sehr an ihn gewöhnt, wobei ich meinen "Kasper" Flanell natürlich nicht vergessen habe und immer noch reite.

Eines Tages bekam ich diese Mail mit vier Bildern, von denen Sie hier zwei sehen, und diesen Text von Michaela zugeschickt. Das will ich Ihnen natürlich vorenthalten. Durch eine Freundin hatte sie die Gelegenheit einmal ihr “Traumpferd” zu reiten.

“... Auf der Fahrt zu den Friesen fragte mich der Besitzer, inwiefern sie mir gefallen; vom Aussehen oder auch vom Umgang und Reiten? Ich kannte sie aber nur vom Sehen und schwärmte von ihnen und nun wollte ich sie endlich mal unter dem Sattel kennenlernen. Vielleicht würde ich ja danach meine Meinung ändern. Er sagte nur, "Na dann warten wirs mal ab". Er erklärte mir dann noch ein paar Dinge.

Als wir also in den Stall kamen und ich die Friesen sah, war ich absolut happy. Ich sollte doch wirklich einen aus der Box holen und putzen, damit ich ihn reiten kann. Ich konnte mein Glück gar nicht richtig fassen. Ich bekam die Chance mein Traumpferd zu reiten. Es standen 5 Friesen im Stall. Einer schöner als der andere. Der erste, den ich reiten durfte, war Fritzi (heißt eigentlich Gritzi). Es war einfach herrlich. Ich hatte ein paar Probleme ihn anzugaloppieren, aber das ist ja irgendwie verständlich, denn es sind hauptsächlich Kutschpferde. Dann sagte der Besitzer, es reicht, es steht schließlich noch einer im Stall, der geritten werden will. Der Schritt war irgendwie wogend, irgendwie erhaben. Hach, war das herrlich. Er heißt übrigends Djerbe. ;o) Beide Friesen gingen von sich aus auch richtig schön vorwärts.

Als ich fertig war mit Reiten, konnte ich noch einige Zeit mit den Süßen schmusen, da der Besitzer mit einem Freund in einen Plausch verfallen war. Mann, jeder streckte mir seinen Kopf entgegen und wollte gestreichelt werden. Ich fand das super und wusste gar nicht, zu wem ich zuerst gehen sollte. Am liebsten hätte ich alle ins Auto gepackt und mit nach Hause genommen.

Diese Erlebnis hat mich noch mehr in dem Wunsch bestärkt, selbst irgendwann mal so ein herrliches Tier zu besitzen.”

Die zweite Stammbesucherin ist:
Anemone Feger mit “Mars”

"Gestatten, mein Name ist MARS ..... nicht der Planet und auch nicht der Schokoriegel, sondern das Pflegepferd von meiner lieben Reiterin Anemone Feger; kurz und praktisch auch Mone genannt.

Ich bin kein sehr einfaches Pferd und kann richtig schön stinkig werden, wenn ich Leute nicht leiden kann oder sie mir einfach meine Kumpels von der Koppel wegholen wollen - da ist des Öfteren mal ein Tritt oder Biss fällig.
Die meisten haben deshalb auch ziemlich Angst vor mir, nur meine Mone nicht. Der habe ich es aber im Frühsommer 1998, als sie zu mir kam, auch nicht leicht gemacht .... doch mittlerweile verstehen wir uns superprächig !
Wir sind beide Baujahr 1982, topfit und unternehmen viel zusammen:
Lange Ausritte, ein bisschen Springen auf der Koppel, mal ein Spaziergang, etc...... nur in eine HALLE kriegt mich niemand - da streike ich und schmeiße JEDEN mit Karacho runter.

Mone versorgt mich auch immer ganz arg toll, füttert mir leckeres Kraftfutter und hat immer was "Süßes" in der Tasche - tja, manchen Tricks von ihr bin selbst ich noch hilflos ausgeliefert .... ;-)"

Text: Anemone Feger

Ausritt im Sommer 1999

Herbst 1999

Ausritt im Winter 2001

Dieses Bild entstand im Februar 2002

Ein kleines Update von Annemone mit ihrem “Mars”, die beiden Bilder entstanden mitte Februar 2007.

"Hallo,

seit meinem letzten Beitrag sind einige Jahre vergangen und nun habe ich beschlossen, meinen Abschnitt der Stammbesucher-Seite hinsichtlich Bildern und Text zu aktualisieren. Inzwischen habe ich das Alter von stolzen 25 Jahren erreicht - das Vierteljahrhundert ist geschafft - aber ich will trotzdem noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Zwar werde ich mittlerweile nur noch dreimal pro Woche geritten, aber bei einem flotten Galopp über die Felder hänge ich noch so manches jüngere Pferd ab! Vor knapp zwei Jahren habe ich meinen Besitzer und damit auch meinen Stall gewechselt: Ich wohne jetzt mit vielen Pferdefreunden auf dem Freihof in Göppingen. Dort gefällt es mir total gut und ich darf jeden Tag auf die Koppel. Ich habe sogar eine Boxennachbarin, die mir zum Verwechseln ähnlich sieht! Meine langjährige Reitbeteiligung Mone habe ich bei meinem Umzug mitgenommen, denn wir zwei sind einfach unzertrennlich und werden es auch hoffentlich noch lange bleiben.

Es grüßt Euch ganz lieb ... Euer Mars"

Hier der erste Friese auf dieser Seite, er gehört Cornelia Miltenberger.

Darius van der Moanne
Vater: Tsjerk 328
Geb.: 14.06.2001
Stockmaß: ca. 1,62 m

Eine der Lieblings-
beschäftigungen von Darius: Fußball spielen.

Auf den Bildern ist er 2 Jahre alt.

“Na, der wird doch wohl klein zu kriegen sein!!”

Na?? Bin ich nicht gelenkig??

“Und in der Höhe hätte ich gerne ne Fensterbank mit schönen Blümchen vor meiner Box.”

Weitere Hobbies von Darius sind: Spazieren gehen mit Frauchen, Apportieren von allen möglichen Dingen wie Gerte oder Longierpeitsche, aber am liebsten die schönen rot-weißen Baustellenhütchen...
Also, wenn auf irgendwelchen Baustellen einmal Hütchen fehlen sollten, einfach mal Darius fragen ;-)

 

Diese Geschichte erzählt Ihnen Mario Aljes.

Hier wie versprochen meine Geschichte, wie ich vom Friesenfieber unheilbar gepackt wurde.

Vorweg muss ich aber noch erwähnen, dass ich vor 8 Jahren nicht im Traum daran gedacht hätte, dass ich irgendwann einmal 2 Pferde besitzen würde.

 

Angefangen hat alles im Oktober 1999 auf einem Fahrertag in der Lüneburger Heide bei bestem Wetter. Mit dabei waren viele Pferderassen vom Isländer über den Norweger bis hin zum Kaltblut in unterschiedlichster Anspannung, sehr schön anzusehen.

Doch dann trabte ein Zweispänner vor einem Marathonwagen gespannt an mir vorüber. Es waren zwei schwarze, kräftige Pferde, mit langen Mähnen, die ich bis dahin noch nicht gesehen hatte. Außerdem liefen die irgendwie anders als die Pferderassen, die ich bis dahin kannte. Ich fragte voller Begeisterung meinen Schwager, um welche Pferderasse es sich dabei handelt. Er sagte, dass es Friesen seien.

Ab diesem Tag stand für mich fest, ich möchte bzw. ich muss einen Friesen haben. Gut ein Jahr später war es soweit, November 2000 kaufte ich mir einen Ober 314 Sohn mit dem Namen Max, 4 Jahre alt, 164 m groß und Hengst. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen eigenen Stall hatte, stellte ich ihn in einem Reitstall unter, der auch über eine Reithalle verfügte.

In der Zeit wo er dort stand, wurde er in der Halle geritten. Ich merkte schnell, auf Reithallen hatte er keine Lust. Es war ihm alles zu eng. Außerdem fing ich an mit ihm Doppellonge zu üben, da mein Traum ja das Fahren war. Gelegentlich sind wir auch ausgeritten, darauf hatte er spürbar mehr Lust.

Einer unserer ersten Ausritte (Sonntag, 11. Februar 2001)

Als im März 2001 der eigene Stall fertig war, zog er zu uns nach Hause und kam täglich auf die Weide, auf dem Foto noch mit provisorischem Zaun.

Im Sommer 2001 übten wir weiter Doppellonge und ich baute einen Schlitten, so wie er auch in Drachten bei der Hengstleistungsprüfung genutzt wird. Damit ging es dann im Galopp über unsere Wiesen

Jede freie Minute wurde geübt und es dauerte nicht lange bis die ersten Aufträge für uns anstanden. Auf dem Foto fahren mein Neffe und ich den Nikolaus zum Kinderadvent bei uns im Dorf.

Wie aber ja schon jedes Kind weiß, gehört zu Max, ein Moritz. Daran wollte auch ich nichts ändern, ein weiteres Jahr später kam er dann. Auch er ist Hengst, drei Jahre alt und 159 m groß.

Das Bild zeigt, dass erste Treffen der beiden.

Nachdem die ersten 45 min überstanden waren konnte ich durchatmen. Beide grasten friedlich nebeneinander auf der Weide und es gab nur noch gelegentlich kleine Beißereien.

Nach unzähligen Übungsstunden waren wir soweit. Als die Freiwillige Feuerwehr Tiste, 2004 ihren 90 Geb. feierte, fuhren wir unseren ersten Umzug mit Feuerwehrkapelle und alles lief prima.

Max & Moritz zogen eine historische Spritze aus dem Jahre 1924.

Und wenn uns mal unterwegs der Hunger packt, geht es ab zum Burger King ……

Mario Aljes

Anmerkung der Redaktion: Das der Burger King an der A1 in Sittensen auf Grund der häufigen Besuche auch einen Hafer-Burger mit Karotten in das Programm aufgenommen hat, ist bisher nicht bestätigt und nur ein Gerücht. ;-)

Die Geschichte von Sandra aus Österreich:
 

Seit meinem 10. Lebensjahr schwärme ich von Friesenpferden. Nachdem aber immer wieder Leute zu mir sagten, der Friese wäre zwar schön, aber kein Reit- sondern ein reines Fahrpferd verlor ich den Gedanken an die Friesenpferde wieder (mit zehn ist man halt doch noch recht naiv und glaubt halt einfach, was einem von den erfahrenen Reitlehrern so erzählt wird, ohne zu hinterfragen).

Jahre später entdeckte ich die schwarzen Perlen wieder und seither ließ mich der Gedanke nicht mehr los einen Friesen zu besitzen. Es folgten unzählige, stundenlange Recherchen im Internet über diese Rasse.

Im Jänner 2004 reiste mein Mann mit mir nach Friesland zu einem Züchter und ich fand dort meinen Schatz. Schon eine Woche später war er bei mir in Niederösterreich.

Nach einigen Startschwierigkeiten - er ist wahnsinnig dominant - sind wir nun ein Herz und eine Seele. Niemals würde ich ihn wieder hergeben. Er ist im Umgang absolut ehrlich und mittlerweile auch ein Verlasspferd im Gelände (das war nicht immer so *gg*). Beim Ausritt ist er im Schritt zwar immer hinter den anderen her, aber im Trab hat er die Nase vorn und auch im Galopp lässt er sich nicht so leicht abschütteln.

Wardy ist jetzt 5,5 Jahre alt und immer mehr kommt die "friesische Nervenstärke" auch bei ihm durch... :-)

Seine Hobbies: fressen, lachen (flehmen), auf dem Putzplatz die gleich daneben befindliche Stalltüre schließen, mir auf die Zehen treten :-) undgemütliche Spaziergänge.

Liebe Grüße

Sandra aus Österreich

Auch die nächste Stammbesucherin ist Österreicherin, Eva-Maria Fromm aus der Steiermark.

“Hier ein paar Schnappschüsse von beiden Rypkes Tako und Tsjerk.
Ich habe die beiden einjährig in den Niederlanden gekauft. Dreijährig wurden sie von Herrn Hellmayr im fahren und ein Jahr später unter dem Sattel ausgebildet.

Als die beiden vier waren versuchten wir uns in Zirkuslektionen.”

Die folgende Geschichte ist von Verena-Janin Donner aus Potsdam. Wie Sie nach dem lesen feststellen werden fällt sie ein wenig aus dem “üblichen” Rahmen.

“Meine große Liebe!

Seit 1 1/2 Jahren bestimmt ein Friese mein Leben.
Alles begann, als ich Atze, einen wunderschönen Friesenhengst kennenlernte. Es war Liebe auf den ersten Blick, meine Trainerin hatte ihn für sich gekauft. Er war 9 Jahre alt, aber kaum ausgebildet und somit hatten wir ein hartes Programm für ihn, um ihn auf Vordermann zu bringen.
Nach kurzer Zeit schon durfte ich mich sehr intensiv um ihn kümmern und erkannte schnell seinen wundervollen Charakter. Ich habe nie zuvor ein Pferd kennengelernt, dass sich so schnell auf einen Menschen fixiert und war überwältigt von seinem Verhalten mir gegenüber. Wir bauten ein so inniges Verhältnis zueinander auf, dass ich mit ganzem Herzen bei der Sache war.
Mit größter Mühe sorgte ich für ihn und alles für mich drehte sich um ihn. Er war ein so dankbares Pferd und gab mir so viel zurück. Ich hab mich immer am besten gefühlt, wenn ich bei ihm sein konnte, denn er gab mir so viel Kraft und Freude. Manchmal saß ich auch einfach bei ihm in der Box, um seinen warmen Atem zu spüren und ihn zu beobachten.

Doch schon kurze Zeit später starb unser Glück. Aus finanziellen Gründen musste er verkauft werden.

Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte das Gefühl das tollste Gefühl wird meinem Herzen geraubt - einfach so. Und mein Herz blutete ununterbrochen. Ich weinte jeden Tag und konnte mich einfach nicht damit abfinden ihn zu verlieren. Es war eine sehr schlimme Zeit für mich.
Leider war auch schnell ein Käufer gefunden, doch es war kein Deutscher.
Atze wurde von einem Koreaner gekauft und nach Korea geflogen.
Am Tag seiner Abfahrt verbrachte ich noch ein paar Stunden mit ihm und als er gehen musste brach ich zusammen.
Sie können sich gar nicht vorstellen wie ich litt und selbst jetzt, ein Jahr später, steigen mir die Tränen in die Augen.
Jedenfalls lernte ich am Tag seiner Abfahrt eine Bekannte des Käufers kennen. Sie schimpfte mich aus ich solle nicht rumheulen sondern lieber einen Besuch in Korea organisieren.
Ich hätte es mir natürlich niemals träumen lassen, aber sie machte es mir tatsächlich möglich meinen Liebling zu besuchen. Dafür musste ich 4 Monate lang jedes Wochenende hart in ihrem Stall arbeiten. Doch der Lohn war groß: Ich konnte mich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass er es dort gut haben wird.

Im Juli 2006 war es dann so weit - Ich flog für 5 Wochen ganz allein nach Korea.

Kaum angekommen fuhr mich der neue Besitzer zu Atze, der dann zitternd vor mir stand und nicht aufhörte an mir zu schnuppern. Es war atemberaubend, dass er mich erkannte. Wir verbrachten viele schöne Wochen miteinander....

Doch das ist jetzt alles schon 6 Monate her und Atze wird mich wohl vergessen haben. Das tut so sehr weh. Doch eigentlich hoffe ich nur, dass es ihm gut geht.


Verena”

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